Hatha Yoga

Die Mutter der Yoga-Stile

Was bei uns gemeinhin als Yoga verstanden wird, ist ein Yoga Stil, der sich Hatha Yoga nennt. Diese Yogarichtung soll bereits seit Jahrtausenden in Indien praktiziert worden sein, anfangs von Anhängern einer bestimmten hinduistischen Richtung, die sich shivaitischer Tantrismus nennt.

 

Der Begriff Hatha

Hatha ist ein Begriff aus dem Sanskrit, dem Latein der Inder, und kann mit Hartnäckigkeit übersetzt werden. Viel schöner aber ist die Herleitung des Wortes: Ha bedeutet Sonne, Tha Mond. Man kann Sonne und Mond als zwei gegensätzliche Kräfte sehen, die in der Yogastunde durch die Aneinanderreihung verschiedener Asanas und ergänzender Atemübungen (Pranayama) in Balance gebracht werden sollen. Sozusagen wird ständig das Gleichgewicht zwischen Hitze und Kälte gesucht.

Die Hatha Praxis

In der Praxis sieht das so aus: Sonnengrüße heizen zu Beginn auf und sorgen für Flexibilität, einzelne Yogahaltungen, wie der Krieger, der Baum oder die Cobra, erden und kühlen. Und während bei anderen Yogastilen dynamische Bewegungen und Flows praktiziert werden, steht im Hatha Yoga das einzelne Asana im Fokus. Yogaschüler halten eine Yogapose für mehrere Atemzüge, um die volle Wirkung zu spüren und den Vorzug der Stellung zu erfahren. Nach dem Auflösen eines Asanas spürt der Yogi nach, das heißt, er fühlt in seinen Körper hinein und nimmt den Effekt der Yogahaltung ganz bewusst wahr.

Die Levels des Hatha

Die Hatha-Yogapraxis ist langsam, intensiv und u.a. für den Yoga-Anfänger ein wunderbarer Weg, um sich langsam an Yoga heranzutasten. Die Grundlagen des Yoga und der einzelnen Yogastellungen werden genau erklärt und zwischendurch darf immer wieder entspannt werden. Obendrein gibt die Bandbreite der Yogahaltungen es her, dass Schüler jeden Levels und jeder Altersstufe diesen Yogastil üben können. Je geübter der Yogi ist, desto tiefer und intensiver kann er in eine Yogahaltung und in die Meditation gehen.

Die Wirkungen des Hatha

Hatha Yoga vitalisiert den physikalischen Körper, indem er ihn flexibel und beweglich macht, die Muskeln stärkt und den Blutdruck senken soll. Zudem bringt Hatha den Geist in Einklang mit dem Körper – sofern sich der Schüler darauf einlässt. Dann kann Hatha Yoga ausgleichend wirken, Stress reduzieren und beim Einschlafen helfen.

 

Atmung: Volle Yoga-Atmung durch die Nase

Schriften: Hathapradipika, Gherandasamhita und Shivasamhita.

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